Finanzielle Unterstützung für nachhaltiges Wirtschaften

Wir helfen Ihnen, die passenden Fördermittel zu finden

Um Ressourcen und Energie zu sparen und die Prozesse nachhaltiger auszurichten, sind häufig zunächst finanzielle Investitionen nötig. Um die Unternehmen dabei zu unterstützten und ihr Interesse daran zu erhöhen, gibt es zahlreiche finanzielle Fördermöglichkeiten. Im Beratungsgespräch schauen wir gemeinsam mit Ihnen, welches das passende Angebot ist.

Aktuelle Wettbewerbe und Preise für Nachhaltigkeit und Klimaschutz:

Umweltwirtschaftspreis.NRW

Mit dem Umweltwirtschaftspreis.NRW zeichnen das NRW-Umweltministerium und die NRW.Bank zum zweiten Mal Unternehmen aus, die Ökonomie und Ökologie in besonderer Weise miteinander verbinden. Bewerbungsfrist ist der 10. April 2022. Der Wettbewerb richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in NRW und einem maximalen Jahresumsatz von 500 Millionen Euro, die erfolgreiches unternehmerisches Handeln mit Ressourcenschonung, Klima- und Umweltschutz verbinden. Die innovativen Produktideen oder Dienstleistungen müssen bereits erfolgreich am Markt etabliert sein.

Weitere Infos unter www.umweltwirtschaftspreis.nrw

Die wichtigsten Förderprogramme für Investitionen in die Nachhaltigkeit im Überblick:

Bundesförderprogramm für Energie- und Ressourceneffizienz

Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt Unternehmen, die Investitionen zur Steigerung ihrer Energie- und Ressourceneffizienz tätigen möchten, in fünf verschiedenen Bereichen mit einer finanziellen Förderung:

  • Querschnittstechnologien (Förderung für Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz durch den Ersatz oder die Neuanschaffung von Anlagen und Aggregaten | maximale Förderung: 200.000 Euro bzw. 40 Prozent der Kosten | Mindesthöhe der Investitionskosten: 2000 Euro)
  • Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien (Förderung für den Ersatz oder die Neuanschaffung von Anlagen für Wärme aus Solarkollektoranlagen, Wärmepumpen bzw. Wärmespeicher oder Biomasse-Anlagen | Voraussetzung: Die Wärme aus den Anlagen muss zu mindestens 50 Prozent für die Produktion oder die Erbringung der Dienstleistungen genutzt werden | maximale Förderung: 15 Millionen Euro bzw. 55 Prozent der Kosten)
  • MSR, Sensorik und Energiemanagement-Software (Förderung für Hard- und Software für die Einrichtung oder Anwendung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems | maximale Förderung: 15 Millionen Euro bzw. 40 Prozent der Kosten)
  • Energie- und ressourcenbezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen (Förderung von Investitionen in die energetische und ressourcenorientierte Optimierung von Anlagen und Prozessen sowie zur Senkung des fossilen Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes | maximale Förderung: 15 Millionen Euro bzw. 50 Prozent der Kosten bzw. 500 Euro für Großunternehmen/ 900 Euro für KMU pro jährlich eingesparte Tonne CO2)
  • Transformationskonzepte (Förderung von Konzepten, Beratung, Datenerhebung und die Erstellung von CO-Bilanzen, um perspektivisch das Ziel der Treibhausgasneutralität zu erreichen | maximale Förderung: 80.000 Euro bzw. 50 Prozent der Kosten für Großunternehmen/ 60 Prozent der Kosten für KMU)

Weitere Informationen unter https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Energieeffizienz_und_Prozesswaerme/energieeffizienz_und_prozesswaerme_node.html

Bundeswettbewerb Energie- und Ressourceneffizienz

Zusätzlich zum Förderprogramm für Energie- und Ressourceneffizienz hat das Bundeswirtschaftsministerium einen Wettbewerb für Gesamtprojekte zur energie- und ressourcenbezogenen Optimierung von Produktionsanlagen und -prozessen mit einer Amortisationszeit von mindestens vier Jahren ausgerufen.

Zentrales Kriterium für die Förderentscheidung ist die Fördereffizienz, d.h. die je Euro erreichte jährliche CO2-Einsparung. Die maximale Förderung beträgt 10 Millionen Euro bzw. 60 Prozent der Kosten.

Weitere Informationen https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/Foerderprogramme/wettbewerb-energieeffizienz.html

Förderung innovativer Ideen und Projekte zum Umweltschutz

Die Deutsche Stiftung Umweltschutz (DBU) fördert innovative, lösungsorientierte Projekte zum Umweltschutz insbesondere von KMU. Die Förderung beträgt in der Regel 50 Prozent der Projektkosten. Neben einer themenoffenen Förderung gibt es zwölf möglich Förderthemen. Dazu gehören unter anderem

  • nachhaltige Ernährung und nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln
  • Entwicklung, Gestaltung und Akzeptanz umweltschonender Konsumgüter
  • Klima- und ressourcenschonendes Bauen
  • Erneuerbare Energie | Energieeinsparung und -effizienz
  • Ressourceneffizienz durch innovative Produktionsprozesse, Werkstoffe und Oberflächentechnologien
  • Kreislaufführung und effiziente Nutzung von umweltkritischen Metallen und mineralischen Reststoffen
  • Reduktion der Emission reaktiver Stickstoffverbindungen in die Umweltkompartimente

Weitere Informationen https://www.dbu.de/antragstellung

Sonderprogramm Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz

Das neue Förderprogramm des NRW-Umweltministeriums unterstützt Unternehmen dabei, ihre gesamten Geschäftsabläufe kreislauforientiert zu gestalten und neue Konzepte für die Produktegestaltung zu entwickeln. Dazu wird unter anderem das erfolgreiche Beratungsprogramm Ressourceneffizienz.NRW des Landes bis Ende 2022 aufgestockt und die Förderquote von 50 auf 70 Prozent erhöht.

Darüber hinaus fördert das Land anteilig neuartige ressourceneffiziente Technologien bzw. Recyclingtechnologien, die erstmalig großtechnisch zur Anwendung kommen sollen, mit bis zu 500.000 Euro. Die Vorhaben müssen bis zum 30. September 2022 abgeschlossen sein.


Weitere Informationen unter www.lanuv.nrw.dehttps://www.lanuv.nrw.de/landesamt/foerderprogramme/sonderprogramm-kreislaufwirtschaft-und-ressourceneffizienz

Umweltinnovationsprogramm

Das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums fördert großtechnische Anlagen mit Demonstrationscharakter. Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung ist daher, dass die geplante Technik in Deutschland noch nicht angewendet wird oder bekannte Techniken neuartig kombiniert werden.

Weitere Informationen unter www.umweltinnovationsprogramm.de

Förderung energieeffizienter Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die Erhöhung der Energieeffizienz von Nichtwohngebäuden, Anlagen und System mit einem dreiteiligen Angebot:

  • Förderung der Energieberatung für Nichtwohngebäude

KMU mit einem jährlichen Gesamtenergieverbrauch von unter 500.000 Kilowattstunden erhalten für eine Energieberatung, einen Energieaudit oder eine Contracting-Orientierungsberatung bis zu 80 Prozent der Kosten erstattet.

Weitere Informationen https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/Foerderprogramme/C-energieberatung-ebn.html

  • Förderung der Fachplanung und Baubegleitung für effiziente Nichtwohngebäude

Mit der Förderung der Fachplanung und Baubegleitung wird sichergestellt, dass die Maßnahmen in der Qualität umgesetzt werden, wie es für eine Förderung notwendig ist. Gefördert werden maximal 50 Prozent der Kosten.

Weitere Informationen https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/Dossier/BEG/detailseite-beg-em-unternehmen.html

  • Förderung von Einzelmaßnahmen für effiziente Nichtwohngebäude

Über dieses Förderprogramm sind Investitionszuschüsse für energetische Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Erneuerung von Fenstern/Außentüren, Wärmeschutz) und an der Anlagentechnik (Heizung, Kältetechnik, digitale Systeme zur Betriebs- und Verbrauchsoptimierung) möglich. Die Förderung liegt in der Regel bei 20 Prozent.

Weitere Informationen https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/Dossier/BEG/detailseite-beg-em-unternehmen.html

Förderungen zum Umstieg auf E-Mobilität

Um Unternehmen den Umstieg auf eine nachhaltige Fahrzeugflotte zu erleichtern und sie von steigenden Kraftstoffkosten zu entlasten, gibt es folgende Fördermöglichkeiten über das Förderprogramm regenerative Energien (proges.nrw) des NRW-Wirtschaftsministeriums und der kfw:

  • Ladestationen für Elektrofahrzeuge (progres.nrw)

Über das Landesprogramm progres.nrw erhalten Unternehmen, Kommunen und Privatleute unter anderem folgende Förderungen:

Förderung von betrieblichen, nicht öffentlich zugänglichen Ladepunkten mit einer Ladeleistung von mindestens 50 Kilowatt (Schnellladepunkte): Unternehmen und Gewerbetreibende erhalten 200 Euro je Kilowatt Ladeleistung. Wird der Ladepunkt mit Strom aus einer neu errichteten Erneuerbare-Energien-Anlage versorgt, erhöht sich der Zuschuss auf 250 Euro je Kilowatt Ladeleistung.

Förderung von öffentlich zugänglichen Ladepunkten: Unternehmen und Gewerbetreibende werden mit einem Zuschuss von 1.500 Euro je Ladepunkt unterstützt. Ladepunkte mit einer Ladeleistung von mindestens 50 Kilowatt (Schnellladepunkt) werden mit 250 Euro je Kilowatt gefördert.

Förderung von Elektrolyseuren und Wasserstoffspeichern mit bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten/ maximal 2 Millionen Euro

Weitere Informationen unter https://www.elektromobilitaet.nrw/

  • Ladestationen für Elektrofahrzeuge (kfw-Förderung)

Über das Förderprogramm der kfw erhalten Unternehmen für den Kauf und die Installation von E-Fahrzeug-Ladestationen auf Betriebs-Parkplätzen, die gewerblich genutzt werden und nicht öffentlich zugänglich sind, einen Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt, insgesamt jedoch maximal 45.000 Euro je Standort. Die Förderung wird ab einem Gesamtaufwand von mindestens 1.285,71 Euro gewährt. Hat eine Ladestation mehrere Ladepunkte und liegen die Kosten je Ladepunkt unter 1.285,71 Euro, wird der Zuschuss auf 70 Prozent der Gesamtkosten gekürzt. Gefördert wird eine Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt inklusive des Netzanschlusses. Der dafür genutzte Strom muss aus erneuerbaren Energien stammen – zum Beispiel aus der eigenen Photovoltaik-Anlage oder von einem Energieversorger.

Weitere Informationen unter https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-und-Umwelt/F%C3%B6rderprodukte/Ladestationen-f%C3%BCr-Elektrofahrzeuge-Unternehmen-(441)/

  • Umsetzungsberatungen und -konzepte

Unternehmen mit mindestens fünf gewerblich genutzten Fahrzeugen oder mindestens fünf Parkplätzen für Beschäftigte können eine Förderung für Beratungsleistungen im Bereich Elektromobilität und die Erstellung eines Umsetzungskonzepts erhalten. Maximale Förderung: 15.000 Euro bzw. 50 Prozent der Kosten.

Weitere Informationen unter https://www.bra.nrw.de/energie-bergbau/foerderinstrumente-fuer-die-energiewende/foerderung-von-umsetzungsberatungen-und-konzepten

Förderung von Beratungsleistungen zum Photovoltaikausbau

Unternehmen, die den Bau einer Photovoltaikanlage planen, können über das Förderprogramm regenerative Energien (proges.nrw) des NRW-Wirtschaftsministeriums eine Förderung für Beratung, Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsanalysen erhalten. Maximal Förderung: 25.000 Euro bzw. 70 Prozent der Kosten.

Weitere Informationen unter https://www.bra.nrw.de/energie-bergbau/foerderinstrumente-fuer-die-energiewende/foerderung-von-beratungsleistungen-zum-photovoltaikausbau

Förderung von Wärme- und Kältenetzen sowie Wärme- und Kältespeichern

Zur energieeffizienten Verteilung und Speicherung von (Nah-)Wärme und (Nah-)Kälte bietet das NRW-Wirtschaftsministerium über das Förderprogramm regenerative Energien (proges.nrw) verschiedene Fördermöglichkeiten an.

  • Energieeffiziente Nahwärme- und Nahkältenetze (maximale Förderung: 100.000 Euro bzw. 25 Prozent der Kosten)

Weitere Informationen unter https://www.bra.nrw.de/energie-bergbau/foerderinstrumente-fuer-die-energiewende/foerderung-von-energieeffizienten-nahwaerme-und-nahkaeltenetzen

  • Kalte Nahwärmenetze (maximale Förderung: 200.000 Euro bzw. 40 Prozent der Kosten)

Weitere Informationen unter https://www.bra.nrw.de/energie-bergbau/foerderinstrumente-fuer-die-energiewende/foerderung-von-kalten-nahwaermenetzen

  • Wärme- und Kältenetze (Zuwendungen ab 100.000 Euro)

Förderung des Neubaus, der Verdichtung und des Umbaus von energieeffizienten Wärme- und Kältenetzen ebenso wie von Studien zur Modernisierung der Netze (maximale Förderung auf Grundlage der De-minimis-Verordnung bis zu 65 Prozent der Kosten)

Weitere Informationen unter https://www.bra.nrw.de/energie-bergbau/foerderinstrumente-fuer-die-energiewende/foerderung-von-waerme-und-kaeltenetzen-zuwendungen-ab-100000-eur

  • Wärme- und Kältespeicher (maximale Förderung: 100.000 Euro bzw. 25 Prozent)

Weitere Informationen unter https://www.bra.nrw.de/energie-bergbau/foerderinstrumente-fuer-die-energiewende/foerderung-von-waerme-und-kaeltespeichern

Förderung von gewerblichen Anlagen zur Verwertung von Abwärme

Über das Förderprogramm regenerative Energien (proges.nrw) fördert das NRW.Wirtschaftsministerium Anlagen zur Nutzung von Abwärme aus der Produktion, von baulichen Anlagen oder Ver- und Entsorgeleitungen. Maximal Förderung: 100.000 Euro bzw. 25 Prozent der Kosten.

Weitere Informationen unter https://www.bra.nrw.de/energie-bergbau/foerderinstrumente-fuer-die-energiewende/foerderung-von-gewerblichen-anlagen-zur-verwertung-von-abwaerme

Einen grundlegenden Überblick über die Möglichkeiten für Unternehmen, nachhaltig und klimaschonend zu wirtschaften, gibt es unter www.energy4climate.nrw. Einen schnellen, umfassenden und thematisch sortierten Überblick über die Förderprogramme des Bundes und des Landes NRW gibt es unter dem Direktlink zum Förder.Navi https://tool.energy4climate.nrw/foerder-navi

Unterstützung für Unternehmen, die sich auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten und Risiken minimieren möchten, sowie für Unternehmen, die Lösungen zur Klimawandel-Vorsorge in Form von Produkten, Technologien und Dienstleistungen entwickeln, bietet das Netzwerk Klimaanpassung & Unternehmen.NRW www.klimaanpassung-unternehmen.nrw

Ihre Ansprechpartner
Sally Friedrich
Sebastian Schulze Baek