Kategorie: Nachrichten

Coworking-Spaces bieten flexible, wohnortnahe Büros für Pendler

wfc möchte mit Partnern das Angebot ausbauen und Berufspendler überzeugen

Ins Büro? Oder doch lieber Homeoffice heute? Diese Frage stellen sich seit der Corona-Pandemie täglich viele Beschäftigte. Im Büro warten ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz und Kollegen, mit denen man sich austauschen kann. Das Homeoffice spart Pendlern den Fahrtweg, bietet je nach Wohnsituation aber nicht immer die nötige Ruhe zum Arbeiten. Häufig ersetzen Esstisch und Esstischstühle den ergonomisch eingestellten Arbeitsplatz, die techni-sche Ausstattung ist schlechter und der Austausch mit Kollegen nur virtuell möglich. Was also tun?

Alternative zu Büro und Laptop am Wohnzimmertisch

„Durch die Corona-Pandemie liegt der Fokus gerade sehr stark auf dem Homeoffice als Alternative zum Büro. Doch das heimische Wohnzimmer ist für viele dauerhaft keine gute Option. Deshalb wollen wir den zahlreichen Berufspendlern, deren Quote im Kreis Coesfeld mit 60 Prozent sehr hoch ist, eine dritte Möglichkeit zeigen: Coworking-Arbeitsplätze“, sagt Dr. Jürgen Grüner, Geschäftsführer der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH.

Gründer und Freelancer nutzen die Möglichkeit der flexibel buchbaren Arbeitsplätze, Büros und Besprechungsräume, die es vor allem in größeren Städten gibt, schon seit Jahren. Im ländlichen Raum ist dieses Angebot noch relativ neu, aber, so Jürgen Grüner, voller Potential. „Wir sehen hier drei mögliche Nutzergruppen: die Gründer und Freelancer, die die Vorteile der Coworking-Spaces gerne wohnortnah nutzen wollen, die Berufspendler und die sogenannten Arbeitstouristen, die meist aus den Großstädten kommen, sich für einige Woche in den ländlichen Raum zurückziehen und an Projekten arbeiten“, erklärt Jürgen Grüner.

Berufspendler für Coworking-Spaces gewinnen möchten (v.l.) Helmut Sunderhaus (Geschäfts-führer INCA Technologiezentrum Ascheberg), Manuel Lachmann (Mitbegründer digitalCam-pus.Nordkirchen), Dietmar Bergmann (Bürgermeister der Gemeinde Nordkirchen), Dr. Jürgen Grüner (wfc-Geschäftsführer) und Christofer Weßeling (WESLINK Business Center/ COCOWO Coesfeld). Foto: Sina Daldrup/digitalCampus.Nordkirchen

Weitere Coworking-Anbieter gesucht

Voraussetzung für das Interesse von Pendlern ist ein wohnortnahes Angebot. Deshalb arbeitet die wfc gemeinsam mit Partnern am Aufbau von Coworking-Spaces in den Kommunen des Kreises Coesfeld. „Wir hoffen, noch viele Unternehmen und Kommunen von den Chancen des Angebots und der Chance, möglicherweise vorhandenen Leerstand sinnvoll zu nutzen, überzeugen zu können.“

Aktuell bestehen Coworking-Angebote an drei Stellen im Kreis Coesfeld: am digitalCam-pus.Nordkirchen, am INCA Technologiezentrum Ascheberg und flamschen² coworking in Coesfeld. Ab 1. Februar 2021 wird noch das WESLINK Business Center mit dem Coesfelder CoWorking Space COCOWO in der alten Grundschule in Goxel dazukommen, wo Maria und Christofer Weßeling bereits mit entsprechenden Planungen begonnen haben.

Mehr Zufriedenheit und neue Impulse

„Besonders Pendlern bieten die Coworking-Spaces die Möglichkeit, sich ganz flexibel an ein oder zwei Tagen die Woche den Weg ins Büro zu sparen, trotzdem alle Vorteile eines Büros zu haben und darüber hinaus durch die anderen Nutzer des Coworking-Spaces neue Kontakte, Impulse und Netzwerke zu knüpfen“, erklärt Manuel Lachmann von der Gemeinde Nordkirchen und Mitgründer des digitalCampus. „Unternehmen haben zudem den konkreten Vorteil, dass ihre Mitarbeiter zufriedener sind, wenn sie nicht mehr ständig im Stau stehen oder lange Fahrtzeiten haben. Im Bemühen um neue Fachkräfte können sie zudem Suchradius erweitern, wenn die Mitarbeiter beispielsweise nur noch an zwei Tagen ins Unternehmen kommen und die übrige Zeit wohnortnah im Coworking-Space arbeiten“, erklärt Dr. Jürgen Grüner.

„Darüber hinaus ist es unser Ziel, die branchenübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und Gründer und Mitarbeiter von etablierten Unternehmen voneinander profitieren zu lassen“, ergänzt Helmut Sunderhaus, Geschäftsführer des INCA Technologiezentrums. Dazu sollen auch die Spaces untereinander besser vernetzt werden.

Kennlernangebote bis Ende des Jahres

Um jedoch als ersten Schritt die Pendler und ihre Arbeitgeber von den Vorteilen der Coworking-Arbeitsplätze zu überzeugen, bieten alle drei bestehenden Coworking-Spaces Schnupperpakete zum Kennenlernen. Details dazu finden sich auf den Webseiten des jeweiligen Anbieters.

digitalCampus.Nordkirchen https://digitalcampus-nrw.de/
INCA-Technologiezentrum in Ascheberg www.inca-technologiezentrum.de
flamschen² coworking in Coesfeld www.flamschenzwei.de

Ihre Ansprechpartner
Christian Holterhues
Dr. Jürgen Grüner

Glasfaseranbindung ist für alle Schulen im Kreis Coesfeld gesichert

Entweder ist der Glasfaseranschluss an den 82 Schulstandorten im Kreis Coesfeld bereits vorhanden oder er wird es nach Abschluss der Projekte bis voraussichtlich Ende 2021 sein. Diesen Erfolg kann der Kreis Coesfeld jetzt vermelden, denn auch die letzten Schulen im Kreisgebiet ohne Glasfaseranschluss haben einen Vertrag mit einem Netzbetreiber unterschrieben oder halten den entsprechenden Förderbescheid in der Hand.

„Die 100-Prozent-Marke für schnelles Internet ist in Sichtweite“, sagt Jochen Wilms, Gigabitkoordinator des Kreises Coesfeld. „Gemeinsam mit den acht im Kreis tätigen Glasfasernetzbetreibern sowie den Stadtwerken in Coesfeld und Dülmen haben wir allen Schulträgern individuell passende Lösungen anbieten können – von der Mitnutzung bestehender Leerrohre über die Mitverlegung durch parallel stattfindende Tiefbauarbeiten bis hin zum generellen Glasfaserausbau im gesamten Ort.“

Ergänzend hat der Netzbetreiber Omnion angekündigt, bis zum Schuljahresende die Bandbreiten für die Schulanschlüsse zu erweitern, damit die Schülerinnen und Schüler bei den Zugriffen von zu Hause aus ohne Einschränkungen auf die digitalen Lerninhalte zugreifen können.

wfc-Seminare „Unternehmensnachfolge“ erzielen große Resonanz

wfc-Seminare „Unternehmensnachfolge“ erzielen große Resonanz

„Sie brauchen Strategie und Planung“

Dülmen, 16.11.2018. „Es ist absehbar, dass es im Zuge des demographischen Wandels auch im Kreis Coesfeld für Unternehmen immer schwieriger wird, passende Nachfolger zu finden“: Mit nur einem Satz hat Thomas Brühmann, Prokurist der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH, den Hintergrund der Seminarreihe „Unternehmensübergabe“ beschrieben, die am Donnerstag (8. November), in Dülmen, im AlexTagWerk, ihren Abschluss fand. Um Nachfolgeprozesse in der Region zu unterstützen, hat die wfc in diesem Jahr vier Mal mit Veranstaltungen das Thema aufgegriffen: Dem InnovationsIMPULS „Unternehmensnachfolge – den Blick in die Zukunft wagen“ folgten drei vertiefende Seminare. Die große Resonanz zeigt, dass die wfc einen Nerv getroffen hat: Insgesamt wurden rund 130 Teilnehmer gezählt.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Konferenzraum im AlexTagWerk, als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Andreas Jürgens (Concunia Steuerberatung) sowie Rechtsanwalt und Steuerberater Hennig Overkamp (Concunia Rechtsberatung) im Rahmen des Abschlussseminars über die Themen Steuer und Recht referierten. „Wir reden heute über harte Fakten“, warnte Jürgens am Beginn einer zweistündigen Reise in den Paragraphendschungel. Die 30 Teilnehmer jedoch folgten den beiden Experten gern, stellten immer wieder Fragen, die oft tief ins Detail führten. Schnell wurde klar, dass für einen erfolgreichen Nachfolgeprozess rechtzeitig in rechtlicher und steuerlicher Hinsicht eine gute Basis geschaffen werden muss: „Sie brauchen eine langfristige Strategie und eine gründliche Planung“, empfahl Andreas Jürgens. Für die abgebenden Unternehmer bedeute dies, zunächst das Verkaufsziel klar zu definieren: Ist die Gewinnmaximierung oder der Unternehmensbestand gewünscht?

Wenn das Unternehmen weitergeführt und die Arbeitsplätze sowie der gute Name erhalten bleiben sollen, sei es für den Altunternehmer nicht unbedingt der richtige Weg, die Steuerlast auf Kosten des Nachfolgers abzumildern und bei der Kaufpreisforderung bis an die Grenze zu gehen, machte Henning Overkamp deutlich. Dann wandte er sich Themen zu, die im Wesentlichen für familieninterne Nachfolgeprozesse relevant sind: Erbrecht und Erbsteuerrecht. „Wenn Sie etwas anderes wollen, als die gesetzliche Erbfolge, müssen Sie das rechtzeitig regeln“, betonte der Rechtsexperte und stellte danach die vielfältigen Facetten vor, die das Thema bietet. Doch hatte Overkamp nicht nur die Paragraphen im Blick, sondern auch die Personen, um die sich alles dreht: „Beim Geld hört die Freundschaft auf, und manchmal auch die Verwandtschaft“, sagte der Jurist, um dann zu erläutern, wie sich, im Sinne des Fortbestandes des Unternehmens, mit klugen Entscheidungen Konflikte und das Auseinanderfallen des Erbes vermeiden lassen.

Konflikte vermeiden: Diesem Thema hatte die wfc im Rahmen der Seminarreihe zuvor eine eigene Veranstaltung gewidmet. Hilmar Welpelo (Partner currentis GmbH) gab den Teilnehmer viele Tipps, wie sich interne, aber auch externe Nachfolgeprozesse entspannen und zugleich zielstrebig über die Bühne bringen lassen. Ein klassischer Reibungspunkt, vor allem externer Nachfolgeprozesse, stand im Mittelpunkt eines weiteren Seminars: die Kaufpreisfindung. Von den Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern Olaf Brockmeyer und Georg Schulze-Entrup (Kanzlei FP Freckmann und Partner) erfuhren die Teilnehmer unter anderem, wie ein objektives, von Experten erstelltes Wertgutachten die Situation entschärfen kann. Das Schlusswort, das Andreas Jürgens an die Seminarteilnehmer im AlexTagWerk richtete, lässt sich somit auf die anderen Veranstaltungen der Reihe übertragen: „Lassen Sie sich frühzeitig beraten und geben Sie dem Berater alle verfügbaren Informationen“, sagte der Wirtschaftsprüfer. Im kommenden Jahr will die wfc in Anbetracht der sehr guten Resonanz die Seminarreihe fortführen. „Geplant sind drei bis sechs Termine und eine weitere Spezialisierung auf branchen- und fachspezifische Themen“, informiert Thomas Brühmann.

Sorgte für Durchblick im Paragraphendschungel: Andreas Jürgens informierte über rechtliche und steuerliche Aspekte der Unternehmensnachfolge.(Quelle: wfc)

1. CSR-Themendialog Kreis Coesfeld – Selbstbewertung als Einstieg in die CSR-Strategie

CSR-Themendialog bei Bäckerei W.Geiping GmbH & Co. KG in Lüdinghausen- Unternehmen diskutieren verantwortungsvolles Handeln

Früher waren die Haltung, positive Leitbilder und die Handlung des „ehrbaren Kaufmanns“ unmittelbar miteinander verknüpft. Heute agieren Betriebe in komplexen Geschäftsbeziehungen, die erfordern, dass verantwortungsvolles Handeln (CSR) in Unternehmensstrategien und -prozessen verankert wird. Wie dies mithilfe von CSR strukturiert gelingen kann und welche Kunst es ist, den Betrieb zukunftsfähig zu halten, interessierte knapp 30 Teilnehmer des gestrigen Treffens des Arbeitskreises Leitbild bei der Bäckerei Geiping GmbH & Co. KG in Lüdinghausen.

Bereits bei der Führung durch die Bäckerei Geiping verdeutlichte der Inhaber Hubertus Geiping, „Erfolg geht nur mit motivierten Mitarbeitern“. Sein Anliegen sei es, „das Wissen über die Unternehmensführung und das Bäckereihandwerk in die nächste Generation zu übertragen.“ Dazu braucht es fähige Führungskräfte und klare Spielregeln, denn so Geiping „die wichtigste Aufgabe unserer Führungskräfte ist es, die Mitarbeiter erfolgreich zu machen.“

 

 

Das CSR-Kompetenzzentrum Münsterland hatte gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld (wfc) zur Veranstaltung eingeladen. Nach der Führung ging es im Arbeitskreis v.a. um die Frage, wie Unternehmenswerte sowie unternehmerisches Handeln zusammengebracht werden können und wie CSR als Erfolgsfaktor wirkt. Nach einem einführenden Vortrag diskutierten die Teilnehmer in kleinen Gruppen anhand des Handlungsfeldes Arbeitsplatz und Mitarbeiterverantwortung ihre Erfahrungen mit den Handlungsansätzen. Zwei Unternehmen, die bereits als Teilnehmer für die CSR-Gruppenworkshops feststehen, gaben einen Einblick in ihren Status Quo sowie eine Einschätzung zur Relevanz der Themen.

Die beispielhaften Einblicke zeigten, dass CSR kein zusätzliches einzelnes Projekt, sondern ein systematischer Prozess ist, an dessen Anfang die Frage steht: wie kann ein Betrieb aus der Vielfalt der CSR-Themen und Handlungsoptionen eine fundierte Auswahl treffen? Wie können die Ansätze und Maßnahmen identifiziert werden, bei denen das Engagement die größte Wirkung erzielt? Um diese Fragen ging es bei der anschließenden Vorstellung der Methode der CSR-Selbstbewertung, die vom CSR-Kompetenzzentrum entwickelt wurde und als Einstieg in die Entwicklung einer CSR-Strategie dient.

Unternehmen können sich bei der Einführung dauerhafter CSR-Strategien durch das CSR Kompetenzzentrum Münsterland intensiv begleiten lassen. Informationen zu den kostenfreien CSR-Gruppenworkshops und weiteren Angeboten finden interessierte Unternehmen auf der Website www.csr-muensterland.de.

Die CSR-Veranstaltungsreihe mit allgemeinen Informationen für interessierte Unternehmen im Kreis Coesfeld wird darüber hinaus fortgesetzt. Für den Beginn des kommenden Jahres ist der nächste CSR-Themendialog geplant.

 

 

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wfc blickt im Geschäftsbericht 2017 auf erfolgreiches Jahr zurück

Wirtschaft schmiedet Wachstumspläne

Der Standort Kreis Coesfeld ist bei Unternehmen gefragter denn je. Das geht aus dem Geschäftsbericht 2017 der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH hervor, den die wfc am Dienstag (10. Juli) im Kreishaus in Coesfeld vorgestellt hat. Demnach ist die Zahl der Beratungsfälle zu Ansiedlungs-, Erweiterungs- und Standortfragen erneut gestiegen: Im vergangenen Jahr hat die wfc in 76 Fällen Unternehmen in ihren Planungen unterstützt. Bereits 2016 lag die Nachfrage mit 68 Gesprächen auf hohem Niveau. „Diese Zahlen zeigen, dass sich Wirtschaft im Kreis Coesfeld wohlfühlt und in diesem Standort den besten Platz sieht, um Zukunftspläne zu verwirklichen“, freute sich Dr. Christian Schulze Pellengahr, Landrat des Kreises Coesfeld. Schulze Pellengahr würdigte den großen Anteil der Unternehmerinnen und Unternehmer an der Erfolgsgeschichte der Region, die eine der wachstumsstärksten in Nordrhein-Westfalen sei: „Ihre Leistungen der vergangenen Jahrzehnte haben den Wirtschaftsstandort aus dem tiefen Tal der Textilkrise weit nach oben geführt“, sagte der Landrat und verwies darauf, dass auch Berichtsjahr 2017 der Kreis Coesfeld die niedrigste Arbeitslosenquote aller Kreise und kreisfreien Städte in NRW erzielt hat und diesen Spitzenplatz seit zehn Jahren Monat für Monat belegt. Zugleich wurde ein Rekord verbucht, ergänzt wfc-Geschäftsführer Dr. Jürgen Grüner: „Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten war die höchste seit Beginn der Messungen“.

Angesichts von Arbeitsmarktlage und Wachstumsplänen der Unternehmen werde es immer wichtiger, die Region noch weiter in den Blickpunkt der Fachkräfte zu rücken. In einigen Branchen zeichne sich ein Engpass deutlich ab, warnte Grüner. Im Berichtsjahr hat die wfc ihr vielfältiges Angebot zur Förderung der Fachkräftegewinnung noch um einige Projekte erweitert. So hat sie das Karrierenetzwerk Kreis Coesfeld „Stay Local“ an den Start gebracht, damit Unternehmen so früh wie möglich mit jungen Menschen aus der Region ins Gespräch kommen. Zwei Kooperationen zwischen wfc und FH Münster sollen den Blickwinkel der Arbeitgeber bei der Fachkräftesuche erweitern: Das Projekt „Cross Border Talent“ rückt Nachwuchskräfte aus der deutsch-niederländischen Grenzregion in den Fokus. Die Initiative “Richtungswechsel“ bringt jene ins Spiel, die ihr Studium stoppen und lieber im Unternehmen mit einer Ausbildung durchstarten wollen. In einem dritten Projekt, einer Kooperation mit der WWU Münster, erhalten Unternehmen neue Impulse für ihre Personalarbeit. Zugleich lernen die Studierenden die Betriebe kennen.

Viele Angebote aus den eng verknüpften Schwerpunktbereichen „Fachkräftesicherung“ und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ hat die 2017 fortgesetzt – etwa die Veranstaltungsreihen „Dialog Fachkräftesicherung“ und „Arbeitskreis Leitbildentwicklung“, die von den Unternehmen sehr gut angenommen werden. Neu aufgelegt hat die wfc den Betrieblichen Pflegekoffer. Er bietet Informationsmaterial, damit Unternehmen, Beschäftigte und Pflegelotsen die Koordination von Pflege und Beruf noch besser meistern können. Darüber hinaus konnte die Stadt Münster als neuer Projekt-Partner für den Pflegekoffer gewonnen und das fünfte münsterlandweite Netzwerktreffen „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ organisiert werden.

Die Arbeitsmarktlage im Kreis Coesfeld hat auch Einfluss auf das Gründungsgeschehen in der Region. In dem Maße, wie abhängige Beschäftigungsverhältnisse eine gute Perspektive bieten, nimmt die Bereitschaft ab, eine Existenzgründung zu unterstützen. Trotzdem ist bei der individuellen Intensivberatung, außerhalb der Gründungen aus dem Rechtskreis des SGB II, die Zahl der Beratungsfälle gegen den Trend von 80 auf 88 angestiegen – ein Beleg, dass der Kreis Coesfeld nach wie vor als ein guter Platz für den Start in die Selbstständigkeit wahrgenommen und die Arbeit der wfc bei den angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern weiterhin geschätzt wird. Auch die Veranstaltungen „gwc.chancenforum Kreis Coesfeld“ sowie die „Gründerwoche Kreis Coesfeld“ haben ein gutes Echo erzielt. Dazu kommt, dass die Gründerschmiede für den Kreis Coesfeld im INCA-Technologiezentrum in Ascheberg in Zuge des Projektes „gründergeist@münsterland“ einen starken Start hingelegt hat: Im Jahr 2017 haben haben sich dort 13 Gründungsinteressierte auf die Selbstständigkeit vorbereitet, seit Eröffnung sind insgesamt 30 Workshops und Seminare über die Bühne gegangen.

Gut gestartet ist auch das „Innovationsforum Push.3D-Druck“. Ausgehend vom Kooperationsprojekt „3D-Druck für den Mittelstand“ hat die wfc mit ihrem Konzept einen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMWI) ausgeschriebenen Förderwettbewerb gewonnen und somit dem Innovationsstandort Kreis Coesfeld eine Summe in Höhe von 100.000 Euro im Rahmen des Programms „Innovationsforen Mittelstand“ gesichert. Zielsetzung des Förderprojektes war es, KMU der Region für die wirtschaftlichen Potenziale der additiven Fertigung zu sensibilisieren und eine Interessensgemeinschaft von Unternehmen, Hochschulen und Multiplikatoren aufzubauen. Partner im Projekt war das Kompetenzzentrum Coesfeld – Institut für Geschäftsprozessmanagement e.V. der Fachhochschule Münster. Ergänzend zur kontinuierlichen Netzwerkarbeit hat die wfc bereits im Berichtsjahr zwei Veranstaltungen organisiert. Insgesamt rund 100 Teilnehmer erhielten Impulse zur Identifikation und Entwicklung von innovativen digitalen Geschäftsmodellen rund um den 3D-Drucker.

Ein anderer Aspekt der Digitalisierung bildet seit vielen Jahren einen Schwerpunkt in der Arbeit der wfc: die Förderung des Ausbaus der digitalen Infrastruktur. Die Versorgungslage hat sich im Berichtsjahr weiter verbessert: Nach Abschluss der laufenden Arbeiten haben mehr als 50 % Prozent der Haushalte inklusive Unternehmen die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss (FTTB/FTTH) zu buchen. Zum Vergleich: NRW-weit liegt die Ausbauquote bei acht Prozent.  

Im Kreis Coesfeld verfolgen die Städte und Gemeinden weiterhin das sogenannte Infrastrukturziel: die flächendeckende Versorgung mit FTTB/FTTH. Kreis und wfc unterstützen diesen Weg – unter anderem, indem sie mit dem Breitbandkoordinator einen zentralen Ansprechpartner bei der wfc angesiedelt haben. Besonders hervorzuheben ist das ehrenamtliche Engagement, mit dem Bürgerinnen und Bürger im vergangenen Jahr die Versorgung der Außenbereiche vorangetrieben haben. Beispielsweise haben Landwirte Leerrohre verlegt, um mit dieser Eigenleistung den Glasfaserausbau in den dünn besiedelten Gebieten wirtschaftlich zu machen. Die Zusammenarbeit von Bürgern, Unternehmen, Kommunen und Netzbetreibern im Rahmen des eigenwirtschaftlichen Netzausbaus im Kreis Coesfeld ist beispielgebend und hat bundesweit Anklang und Nachahmer gefunden.

Die Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur im öffentlichen Raum ist Gegenstand des Projektes „Masterkonzeption Gigabit-Gesellschaften“, das von sieben Städten und Gemeinden des Kreises realisiert und von der wfc begleitet wird. Erste Projekt-Vorbereitungen hat die wfc bereits im Berichtsjahr getroffen. So werden unter anderem Flächen recherchiert, die für die Einrichtung von Public WLAN in Frage kommen, und Kostenrahmen berechnet. Zudem wird der Dialog mit den Netzbetreibern eröffnet und die Kooperation mit den Münsterland-Kreisen angebahnt, um die Region auf die 5G-Mobifunk-Technologie vorzubereiten.

Der Geschäftsbericht steht zum Download bereit unter: https://wfc-kreis-coesfeld.de/downloads/

wfc-InnovationsIMPULS mit vielen Tipps zur Unternehmensnachfolge

 

wfc-InnovationsIMPULS mit vielen Tipps zur Unternehmensnachfolge

„Kaufpreis ist, was der Markt hergibt“

 

Dülmen, 06.07.2018. „Den Blick in die Zukunft wagen“: Unter diesem Titel hatte die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH zum „InnovationsIMPULS Unternehmensnachfolge“ am Donnerstag (5. Juli) in die Burg Lüdinghausen geladen. Für eine klare Sicht auf die Herausforderungen, denen sich Nachfolger stellen müssen, sorgte Dr. Thomas Krönke, Geschäftsführer der in Dülmen ansässigen IGP Chemie GmbH. „Ein Nachfolgeprozess ist im Bereich der kleineren mittelständischen Unternehmen zwar noch bodenständig, aber doch zu komplex, um ihn im Alleingang zu meistern“, warnte er die rund 60 Teilnehmer davor, die Aufgabe zu unterschätzen. „Am besten Sie heiraten, so wie ich, eine erfolgreiche Wirtschaftsanwältin“, empfahl er mit einem Augenzwinkern, um dann Anzufügen: „Es gibt aber auch externe Berater, die man engagieren kann.“

Die Idee, sich beruflich Selbstständig zu machen, ließ der Chemiker lange gären, obwohl er schon immer das Bedürfnis hatte, selbst Entscheidungen zu treffen und volle Verantwortung zu übernehmen. „Ich hatte aber keine Knaller-Idee, mit der ich ein Start-Up hätte gründen können, deshalb ist nach und nach der Gedanke gereift, ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen.“ Nicht willkürlich hat Krönke bei seiner Recherche den Markt durchkämmt. Er hat vielmehr eine konkrete Zielvorstellung entwickelt: technisches Thema, am besten Chemie, produzierendes Gewerbe, wohnortnah, im persönlichen Finanzierungsrahmen. Fündig ist er im Kreis Coesfeld geworden. Krönke hatte für die Teilnehmer des InnovationsIMPULS viele Tipps parat, wie sich die Nachfolgeverhandlungen zur Zufriedenheit von Erwerber und Verkäufer über die Bühne bringen lassen, und wie insbesondere Unternehmensbewertung und Preisfindung zu meistern sind. Für den beidseitigen Verhandlungserfolg, so machte er deutlich, sind nämlich nicht nur Bilanzen, Produkte und Kundenstrukturen relevant: „Die Chemie zwischen den Verhandlungspartnern muss stimmen“, betonte der Jungunternehmer und fügte hinzu: „Wir haben einen Deal hinbekommen, und ich bin glücklich darüber, dass der der Altunternehmer als Berater noch mit an Bord ist.“

 

Empfehlungen für abgebende Unternehmer hatte Hilmar Welpelo (Partner currentis GmbH) im Gepäck. Beim Top-Thema Preisfindung beispielsweise rät er zu Realismus. „Unternehmenswert und Kaufpreis sind zwei verschiedene Dinge, der Kaufpreis ist das, was der Markt hergibt“, erklärte der Nachfolgeexperte und fügte an: „Herzblut ist kein Kriterium für die Preisfindung.“ Auch die Wahl des Abgabezeitpunkts, so wird im Verlauf des Vortrags klar, ist alles andere als Gefühlssache. „Nicht Ihr Lebensalter, sondern die wirtschaftliche Verfassung Ihres Unternehmens ist der entscheidende Erfolgsfaktor“, wandte sich Welpelo an die Teilnehmer. Der beste Zeitpunkt sei nicht etwa, wenn ein Unternehmer in Rente gehen wolle oder keine Lust mehr habe weiterzumachen, sondern wenn das Unternehmen richtig gut dastehe, erläuterte er. Und das müsse für potenzielle Nachfolger gut nachzuvollziehen sein: „Klarheit in Zahlen und Prozessen sind gefordert, eine Baustelle möchte niemand übernehmen“, betonte Welpelo, bevor auch er empfahl, den Übergabeprozess mit Unterstützung zu gestalten: „Nutzen Sie die vertraute Distanz eines externen Beraters.“

 

Fördermöglichkeiten für externe Beratung stellte der Prokurist der wfc, Thomas Brühmann vor Bereits zu Beginn der Veranstaltung hatte er auf die hohe Relevanz des Themas Nachfolge hingewiesen: „In den kommenden Jahren wird jeder fünfte Selbstständige 60 oder älter sein“, berichtet Brühmann, der sowohl den abgebenden Unternehmern wie auch den potenziellen Nachfolgern die Unterstützung der wfc anbot. So hilft die wfc, die unter anderem Partner der Online-Nachfolge-Börse nexxt change ist, bei der Suche nach dem passenden Unternehmen und den Nachfolge-Kandidaten. Zudem wird sie nach den Sommerferien Workshops zu den zentralen Themen des Übergabe- und Nachfolgeprozesses anbieten. Schließlich hilft die wfc, das geeignete Programm zur Beratungsförderung zu identifizieren. Vier Programme stellte Brühmann vor: Abgebende Unternehmer können mit Unterstützung der Programme „Potenzialberatung“ und „unternehmensWert:Mensch“ auf Basis einer Stärken-Schwächen-Analyse prüfen lassen, wo die Zukunftschancen des Unternehmens liegen, und wie es fit wird für den Verkauf. Eine weitere Förderoption für Beratung zu Neuausrichtung und Nachfolge ist das „Regionale Wirtschaftsprogramm (RWP)“. Das „Beratungsprogramm Wirtschaft NRW“ hingegen wendet sich an die Übernehmer: Die Förderung dient der Gründung oder Übernahme von Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen oder sichern. Brühmann forderte all jene auf, die an einer weitergehenden Beratung interessiert sind, sich mit der wfc in Verbindung zu setzten. Einen generellen Tipp zum Thema Unternehmensnachfolge hatte er noch vor Ort parat: „Beginnen Sie frühzeitig und planen Sie langfristig!“

Gründergeist Wettbewerb sucht erstmals den besten Businessplan im Münsterland

 

Gründergeist Wettbewerb sucht erstmals den besten Businessplan im Münsterland

Sieger können Preisgelder in Höhe von insgesamt 18.000 Euro gewinnen

Gründer und Jungunternehmer im Münsterland haben ab sofort beim Gründergeist Wettbewerb die Chance auf eine einzigartige Starthilfe: Unter der Schirmherrschaft von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart zeichnet das Verbundprojekt Gründergeist@Münsterland mit dem regionalen Wettbewerb erstmalig den besten Businessplan des Münsterlandes aus.

„Unser Wettbewerb soll einen Anreiz bieten, den eigenen Gründungsprozess zu strukturieren, um Investoren und Kunden professionell gegenübertreten zu können. Der Businessplan ist besser als sein Ruf und das wollen wir mit dem Gründergeist Wettbewerb zeigen“, erklärt Monika Leiking, Projektleiterin von Gründergeist@Münsterland beim Münsterland e.V.

 

Bewerbungsende ist am 15. Oktober

Auf die Preisträger warten Preisgelder in Höhe von 10.000, 5.000 und 2.000 Euro plus ein Publikumspreis im Wert von 1.000 Euro. Alle, die ihren Businessplan bis zum 15. Oktober beim Gründergeist Wettbewerb einreichen, erhalten ein individuelles Experten-Feedback zu ihrer Ausarbeitung. Für die fünf Finalisten gibt es zusätzlich ein Pitch-Training.

Mitmachen können alle Gründungsinteressierten, die beabsichtigen hauptberuflich im Münsterland zu gründen, und Jungunternehmer, deren Gründung nicht länger als bis zum 1. Januar 2016 zurückliegt.

Die Umsetzung des Wettbewerbs, der mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln des Landes NRW gefördert wird, wird zusätzlich von der NRW.BANK, der VR-Bank Kreis Steinfurt eG, der Vereinigten Volksbank Münster eG und der Volksbank Greven eG finanziell unterstützt.

Weitere Infos unter: www.gruendergeist-wettbewerb.de 

 

Weitere Informationen:

Partner des Förderprojekts unter Federführung des Münsterland e.V. sind: Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG), Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH (wfc), Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WESt), Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf (gfw), Technologieförderung Münster GmbH sowie TAFH Münster GmbH. Unterstützt werden sie hierbei von der Handwerkskammer Münster und der IHK Nord Westfalen.

Arbeitskreis „Leitbildentwicklung“ diskutiert unternehmerische Verantwortung

 

Arbeitskreis „Leitbildentwicklung“ diskutiert unternehmerische Verantwortung / wfc, Competentia Münsterland und CSR Kompetenzzentrum Münsterland informieren

„Verantwortungsvolle Unternehmensführung kann sich für Ihr Unternehmen auszahlen“

 

Wie funktioniert verantwortliche Unternehmensführung? Wie können Unternehmenswerte und unternehmerisches Handeln zusammengebracht werden? Diese und viele weitere Fragen standen beim vierten Treffen des Arbeitskreises „Unternehmensleitbilder entwickeln und nutzen“ im Kreis Coesfeld im Fokus. 20 Unternehmer und Personalverantwortliche waren zur Stiftung Haus Hall nach Coesfeld gekommen, um gemeinsam mit dem Referenten zu diskutieren, wie verantwortliche Unternehmensführung funktionieren kann.

„Die Übernahme von Verantwortung für Mitarbeiter, Produkte und Umwelt wird für kleine und mittlere Unternehmen immer wichtiger“, betonte wfc-Projektleiterin Dr. Kirsten Tacke Klaus bei der Begrüßung der Teilnehmer. „Gern möchten wir Ihnen dazu das Konzept „Corporate Social Responsibility“ (CSR) vorstellen, das als Synonym für eine verantwortliche Unternehmensführung verstanden werden kann. Nutzen Sie den heutigen Nachmittag aus Austauschplattform und lassen Sie uns dazu verschiedene Aspekte gemeinsam analysieren.“

Austausch, Ideenfindung und voneinander profitieren: Mit dem Arbeitskreis möchte die wfc gemeinsam mit ihren Kooperationspartner Competentia Münsterland sowie dem CSR-Kompetenzzentrum Münsterland Unternehmen aus der Region konkret bei der Vorbereitung und Begleitung von betrieblichen Leitbildprojekten unterstützen, indem sie den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den Unternehmen organisiert. Unternehmer aus kleinen und mittleren Betriebe sollen so Einblicke erhalten, wie sie Unternehmensleitbilder für ihre strategische Entwicklung und Personalarbeit nutzen können.

 

 

Dass Unternehmensverantwortung dabei eine ganze Menge mit einem Unternehmensleitbild zu tun hat, davon berichtete Dr. Udo Westermann, Geschäftsführer des neu eingerichteten CSR-Kompetenzzentrums Münsterland. „CSR steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Markt), über ökologisch relevante Aspekte (Umwelt) bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeitern (Arbeitsplatz) und dem Austausch mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen.“

Ob flexible Arbeitszeiten, Energieeinsparungen oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: CSR ist die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. Und besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) habe dieses Konzept einen enormen Nutzenfaktor, so der Referent. „Gerade kleinere familiengeführte Unternehmen sehen sich oftmals – dem Leitbild des „ehrbaren Kaufmanns“ folgend – verpflichtet, einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften zu leisten. CSR ist aber mehr als eine moralische oder eine ethische Frage. CSR entscheidet über den Unternehmenserfolg mit.“ Westermann sieht daher echten und nachhaltigen Vorteil für Mittelständler, bei denen sich die Teilnehmer schnell wiederfanden.

„Gerade weil kleine und mittlere Unternehmen Fachkräfte oftmals nicht nur mit hohen Gehältern und anderen Vergünstigungen löcken können, müssen sie andere Wege finden, sich als attraktiver Arbeitgeber aufzustellen. Verantwortlich handelnde und gesellschaftlich engagierte Unternehmen ziehen Fachkräfte von außerhalb an und verschaffen sich so Wettbewerbsvorteile. So geht eine strategische und klar kommunizierte Ausrichtung und Umsetzung von verantwortlichen Unternehmertum Hand in Hand einer positiven Außenwahrnehmung – auch bei potentiellen Fachkräften.“

 

Greifbares und nachvollziehbares Unternehmensbild

Dass sowohl ein Leitbild als auch das CSR maßgeblich gewinnbringend und nachhaltig für das eigene Unternehmen sein kann, darüber waren sich die Teilnehmer beim anschließenden Austausch schnell einig: „Unternehmensleitbilder und CSR bilden die „Charakterzüge“ eines Unternehmens ab und sollten für Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner greifbar und nachvollziehbar sein“, fasste Harald Kahlenberg vom Competentia – Kompetenzzentrum Frau & Beruf im Münsterland den vierten Workshop des Arbeitskreises zusammen.

Die wfc, Competentia und CSR Münsterland möchten Betriebe aus dem Kreis Coesfeld weiterhin im Rahmen des Arbeitskreises bei der Leitbildarbeit unterstützen. Unternehmen, die teilnehmen möchten, können sich an die wfc wenden (www.wfc-kreis-coesfeld.de).  Für weitere Infos zum Thema steht Dr. Kirsten Tacke-Klaus (wfc) unter Tel. 02594. 782 40-30 | E-Mail kirsten.tacke-klaus@wfc-kreis-coesfeld.de zur Verfügung.

Innovationsforum PUSH.3D-Druck: Zweitägiger Kongress zum Thema 3D-Druck beendet

 

Innovationsforum PUSH.3D-Druck: Zweitägiger Kongress zum Thema 3D-Druck beendet/ wfc und Partner informieren bei zweitätigem Kongress

„Was iTunes und 3D-Druck gemeinsam haben“

 

Ob in Haushaltsgeräten, in der medizinischen Versorgung oder in der Luft- und Raumfahrttechnik: Mit 3D-Druck hergestellte Produkte erobern immer mehr Einsatzfelder. Doch besonders auch für kleine und mittlere Unternehmen spielt der 3D-Druck eine immer größer werdende Rolle, um speziellen Kundenwünschen auch in hoher Stückzahl produzieren zu können.

Wie Unternehmen aus dem Münsterland Wissenschaft und Technik gewinnbringend zusammenbringen können und wie die Thematik 3D-Druck und die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen durch den 3D-Druck für jedermann eine unternehmerische Chance sein kann, das hat die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH gemeinsam mit ihren Partnern bei dem zweitägigen Kongress „Innovationsforum PUSH.3-Druck“, der vom Bundesministerrum für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, in Coesfeld analysiert. Über 120 interessierte Teilnehmer aus dem Münsterland waren dieser Einladung ins WBK nach Coesfeld gefolgt, um sich neben interessanten Vorträgen und „Best Practice“ Beispielen, aber auch untereinander Auszutauschen.

 

„Der 3D-Druck bietet kleinen und mittleren Unternehmen viel Potenzial für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Dieser Kombination aus Technik und Wirtschaft ermöglicht die Entstehung neuer Alleinstellungsmerkmale und die Erschließung neuer Märkte“, betonte Sebastian Fernströning von der wfc. Als Projektleiter des Projektes „PUSH. 3D-Druck“, weiß er um die Chancen für die regionale Wirtschaft. „Wir möchten unsere Firmen in der Region und darüber hinaus bei unternehmerischen Fragestellungen, aber vor allem bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle unterstützen.“

Der Kongress, so Fernströning, sei dabei eine tolle Möglichkeit, um sich sowohl über Neuerungen zu informieren, als auch gleichzeitig voneinander zu lernen. „Nutzen Sie unsere Veranstaltung, denn besonders für den Mittelstand bieten solche innovativen Projekte vielfältige Möglichkeiten, um sich mit Interessenten und Experten zu den Themen 3D-Druck und Geschäftsmodellinnovation auszutauschen.“

 

 

 

Wie Unternehmen mit 3D-Druck Geld verdienen können, darüber informierte Prof. Dr. Carsten Feldmann, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzzentrums Coesfeld e. V. und Vorstand des Instituts für Prozessmanagement und Digitale Transformation der FH Münster. „Menschen überschätzen oft die kurzfristig mögliche Veränderung und unterschätzen die mittelfristig mögliche Veränderung. Gehen Sie das Thema Geschäftsmodell-Modell mit 3D-Druck frühzeitig an – beispielsweise mit einem kleinen Pilotprojekt.“

Und an diesem Punkt setzt das Innovationsforum Mittelstand an. „Wir bringen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen, damit zukunftsweisende Kooperationen entstehen können. Das erfordert von allen Beteiligten Offenheit und den Mut, neue Wege zu gehen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass dieser Mut oft mit wirtschaftlichem Erfolg belohnt wird.“

Feldmann sieht daher insbesondere für KMU und Start-ups eine echte Chance. „Kundennähe, informelle Prozesse und kurze Entscheidungswege führen insbesondere bei KMU zu einem hohen Maß an Flexibilität und Umsetzungsgeschwindigkeit.“ Die im Rahmen des Projekts PUSH.3D-Druck durchgeführte Marktstudie und der Leitfaden zur Geschäftsmodell-Innovation mit 3D-Druck unterstützen die Unternehmenspraxis.

 

Ein junges Startup, dass den 3D-Druck innovativ und damit eine neue Kundengruppe erschlossen hat, ist das Unternehmen „MAY-B UG“ mit den Firmensitz in Vlotho und in der Urkaine. „Wir haben eine 3D-Druck-Plattform entwickelt, also quasi iTunes für physische Produkte“, erklärte Raoul Fabisch. Gemeinsam mit seinen beiden Schwestern leitet er da Unternehmen auf deutscher Seite. „Auf unserer Online-Plattform können 3D-Druckvorlagen hochgeladen und an andere Benutzer verkauft werden.“

Das junge Team setzt dabei auf Produkte, die sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen genutzt werden, die ihre Produkte als Dateien verkaufen. Diese können anschließend auf einem 3D-Drucker ausgedruckt werden. „Bei uns ist neu, dass wir die Druckvorlagen nicht mehr zum Download anbieten, sondern sie direkt an den Drucker streamen.“

Neue Prozesse zulassen und auch mal ungewöhnliche Richtungen auszutesten:  Fabisch ermutigte die Teilnehmer neue Wege hin zum 3D-Druck zu gehen. „Es reicht nicht, eine Maschine zu haben, um ein erfolgreicher Auftragsfertiger zu werden. Vielmehr müssen wir die Anforderungen des Kunden an den Anfang stellen und ihn beraten, wann es lohnt, Bauteile additiv zu fertigen und wann nicht.“

Am Ende des zweitägigen Kongresses waren sich alle Teilnehmer einig: Das 3D-Druck-Verfahren bieten vielfältige Möglichkeiten, um Produkte zu individualisieren, schneller zu entwickeln oder herzustellen.

 

Unternehmen aus dem Kreis Coesfeld zu Gast auf der Hannover Messe

 

Unternehmen aus dem Kreis Coesfeld zu Gast auf der Hannover Messe / wfc besucht Firmen vor Ort auf Messegelände

„Zwischen 3D-Druck und LED-Beleuchtung“

 

Über einen Unternehmensbesuch der etwas anderen Art durften sich am Mittwoch (25. April) fünf Unternehmen aus dem Kreis Coesfeld freuen. Im Rahmen der Hannover Messe 2018 hat die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH das Messegelände aufgesucht, um den Innovationstransfer im Kreis Coesfeld weiter zu stärken.

Christian Holterhues, Innovationsberater bei der wfc, informierte sich über die neusten Trends in den Bereichen Startup, Produktentwicklung und 3D-Druck. „Wir werden die Hannover Messe konsequent nutzen, um zudem Informationen und Kontakte zu gewinnen, die unserer Region zugutekommen“, betonte Holterhues. Denn schließlich profitiere die gesamte Region vom Mut der ansässigen Unternehmen zu technischen und organisatorischen Neuerungen. „Besonders erfreulich ist in diesem Jahr, dass neben den ´alteingesessenen´ Firmen auch Unternehmen in Hannover vertreten sind, die sich erstmals auf die Messe gewagt haben“, so der Innovationsberater.

Noch bis diesen Freitag, den 27. April, sind folgende Unternehmen aus dem Kreis Coesfeld auf der Hannover Messe 2018 vertreten: Abalight Gmbh aus Billerbeck, logic26 aus Havixbeck, Josef Wierling GmbH aus Nordkirchen, das Dokuteam NordWest GmbH aus Nottuln sowie Jokari-Krampe GmbH aus Ascheberg. Auf der dazu parallel verlaufenden Fachmesse CeMAT, der Weltleitmesse für Intralogistik, war die Kordel Antriebstechnik GmbH aus Dülmen vertreten.

 

Netzwerken, Kontakte knüpfen und neue Geschäftskunden gewinnen: Mit diesem Ziel im Gepäck ist auch das Startup „logic26“ aus Havixbeck zur Hannover Messe gekommen. Zum ersten Mal ist das vor gut einem Jahr gegründete Unternehmen dabei und steht am Stand des IT-Branchenverbandes Bitkom in der Innovation Area den Besuchern Rede und Antwort. „Besonders als Unternehmen, welches ganz frisch am Markt ist, stehen Kontaktpflege im Vordergrund“, sagte logic26-Geschäftsführer Janis Faltmann.

„Wir wollen hier in Hannover auf uns aufmerksam machen und für neue Produkte potentielle Projektpartner kennen lernen.“ Logic26 produziert GPS-basierte Tracking-Module, welche im landwirtschaftlichen Bereich eingesetzt werden. Vor knapp einem Jahr wurde das Startup gegründet.

 

Einer, der bereits seit Jahren ein Profi in Sachen Hannover Messe ist, hat sich in diesem Jahr ebenfalls von wfc-Mitarbeiter Christian Holterhues besuchen lassen: Carsten Bünnigmann, Geschäftsführer der Jokari-Krampe GmbH aus Ascheberg sieht die Hannover Messe eher als Plattform der internationalen Kontaktpflege. „Ob China, Südamerika oder Indien: Im internationalen Sektor hat diese Industriemesse einen ganz hohen Stellenwert. Und hier sehen wir unseren Ansatz, indem wir hier unser bereits bestehendes Netzwerk global erweitern.“ Für ihn und sein Jokari-Team steht es daher außer Frage, ob sie im nächsten Jahr wieder mit dabei sind, wenn es heißt: „Die Hannover Messe ist eröffnet!“.

Die Hannover Messe ist eine Industriemesse mit weltweiter Bedeutung. Alle Schlüsseltechnologien und Kernbereiche der Industrie sind in diesen Tagen an einem Ort – von Forschung und Entwicklung, Industrieautomation und IT über Zulieferung, Produktionstechnologien und Dienstleistungen bis hin zu Energie und Mobilitätstechnologien. Sie wird jedes Frühjahr in Hannover auf dem Messegelände abgehalten -dem größten Messegelände der Welt. Im Jahr 2018 findet sie vom 23. bis 27. April statt. In diesem Jahr werden ca. 220.000 Besucher erwartet, die sich die 5.000 Aussteller ansehen. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Messe einen neuen Besucherrekord mit 225.000 Besuchern (217.000 im Vergleichsjahr 2015). Davon kamen mehr als 75.000 aus dem Ausland. Die Hauptbesucherländer waren China (9.000), Niederlande (6.200), Indien (5.300) und dem Partnerland Polen, das mit 5.000 Besuchern einen neuen Rekord verzeichnete.

 

wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld