ÖKOPROFIT®: Erfahrungsbericht metrica

Geld sparen und Gutes für die Umwelt tun. Diesen Ansatz verfolgt das Projekt ÖKOPROFIT® des Kreises Coesfeld und der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld, das nun in die fünfte Auflage geht. Das Programm bietet Unternehmen die Möglichkeit, begleitet durch Fachleute Maßnahmen zu entwickeln, die den Verbrauch von Ressourcen reduzieren und die Betriebskosten senken.

Die metrica GmbH & Co. KG hat bereits 2025 an ÖKOPROFIT® teilgenommen. Das
Unternehmen mit Standorten in Senden und Rosendahl und weiteren Dependancen in
Österreich und den USA ist weltweit als Innenausbauer für Luxus-Yachten und Residenzen
tätig. Für das Engagement und die geleistete Arbeit im Projektjahr wurde das Unternehmen
mit rund 400 Mitarbeitenden als ÖKOPROFIT®-Betrieb Kreis Coesfeld 2025 ausgezeichnet. Im
Interview teilt Fabian Rahmeier, Assistenz der Geschäftsführung, seine Erfahrungen mit dem
Projekt ÖKOPROFIT®.

Herr Rahmeier, warum hat metrica an Ökoprofit teilgenommen?
Nachhaltig zu wirtschaften und dies auch belegen zu können, gewinnt für Unternehmen
immer mehr an Bedeutung – für Mitarbeitende, aber zum Beispiel auch für Banken bei der
Vergabe von Krediten. Der konkrete Anlass für unsere Beteiligung am Ökoprofit-Programm
war jedoch die damals noch für uns geltende CSRD-Berichtspflicht. Wir mussten einen
Startpunkt finden, um in das Thema Nachhaltigkeitsmanagement einzusteigen – und genau
diesen hat uns Ökoprofit mit seiner strukturierten Datenerhebung geliefert.

Wie haben Sie Ihr Team in den Prozess eingebunden?
Wir haben zunächst die großen Themenblöcke einzelnen Mitarbeitern zugeteilt, um möglichst
viele direkt mitzunehmen. Dann haben wir uns regelmäßig zusammengesetzt und geschaut,
wie wir mit den einzelnen Datenblättern vorgehen. Der Austausch im Team und die Sensibilisierung für das Thema erfolgte über unsere internen Kommunikationswege. Dort
haben wir den Stand und die Fortschritte des Ökoprofit-Projekts dargestellt. Außerdem haben
wir die Mitarbeitenden über Umfragen einbezogen, damit alle Abteilungen aktiv mitwirken
konnten.

Welche Herausforderungen oder Schwierigkeiten gab es?
Wir sind vor allem auf zwei Herausforderungen gestoßen: Zum einen war die Datenerhebung
sehr arbeitsintensiv. An vielen Stellen gab es schlicht keine Abkürzung – wir mussten viele
Rechnungen durchgehen und die relevanten Informationen systematisch zusammentragen.
Alle Daten lagen vor, waren aber nicht auf Knopfdruck verfügbar. Sie mussten zunächst aus
unterschiedlichen Unterlagen zusammengetragen werden.

Und die zweite Herausforderung?
Zum anderen gab es inhaltliche Fragen, beispielsweise zum Rechts-Check sowie zur Bewertung
und Umsetzung von Maßnahmen. Hier hat uns unsere Ansprechpartnerin Dorothee Meier
weitergeholfen. Sie konnte viele Punkte einordnen, Fragen klären und uns Hinweise geben,
wie wir unsere Prozesse noch rechtssicherer gestalten können. Dadurch konnten auch
komplexere Themen pragmatisch gelöst werden.

Welche Ziele im Bereich Nachhaltigkeit haben Sie für die Zukunft daraus abgeleitet?
Wir haben uns mehrere Ziele gesetzt. Ein zentrales Vorhaben ist die Erstellung eines
Nachhaltigkeitsberichts, um unsere Aktivitäten systematisch zu erfassen und transparent zu
machen. Ein wichtiges Handlungsfeld ist zudem unser geplanter Neubau am Hauptsitz in
Senden, der viele Chancen bietet, Nachhaltigkeitsaspekte von Anfang an mitzudenken.
Gleichzeitig möchten wir offen für kurzfristig entstehende Themen bleiben. So können
beispielsweise konkrete Vorschläge aus der Mitarbeiterschaft – wie die Idee einer
Baumpflanzaktion – schnell aufgegriffen und umgesetzt werden.

Wem würden Sie Ökoprofit besonders empfehlen?
Ökoprofit würden wir besonders Unternehmen empfehlen, die am Anfang ihres
Nachhaltigkeitsmanagements stehen. Das Programm bietet eine gute Grundlage, um
Nachhaltigkeitsmaßnahmen in unterschiedlicher Größenordnung einzuführen. Grundsätzlich
ist Ökoprofit jedoch für jedes Unternehmen interessant, das Kosten sparen und gleichzeitig
einen Beitrag zum Umweltschutz leisten möchte. Die Kombination aus externer Perspektive,
praxisnahen Hinweisen und konkreten Einsparpotenzialen macht das Programm zu einer sehr
sinnvollen Option für viele Unternehmen.

Weitere Informationen
Der Kreis Coesfeld unterstützt Wirtschaftsunternehmen im Kreisgebiet auch nach der Runde
2025 dabei, mit ÖKOPROFIT® nachhaltig, krisensicher und profitabel zu wirtschaften. Die neue
Projektrunde knüpft an die positiven Erfahrungen der bisherigen ÖKOPROFIT®-Durchgänge im
Kreis Coesfeld an. 35 Unternehmen konnten bereits messbare Einsparungen erzielen und
wurden öffentlichkeitswirksam für ihr Engagement im Umwelt- und Klimaschutz
ausgezeichnet.
Am Projekt ÖKOPROFIT® interessierte Unternehmen im Kreis Coesfeld können sich hier weiter
informieren:

Infos im Netz unter: coe.de/oekoprofit

ÖKOPROFIT® wird durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV NRW) gefördert und durch die Sparkasse Westmünsterland finanziell unterstützt. Die Projektträgerschaft von ÖKOPROFIT® liegt beim Kreis Coesfeld in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH.

Bild: Das Umweltteam von metrica hat den Ökoprofit-Prozess im Unternehmen erfolgreich
umgesetzt und sich Ziele für die Zukunft gesetzt (Foto: metrica GmbH & Co. KG).

Ihr Ansprechpartner
Thomas Brühmann