Initiative #einfach machen zeigt gute Ideen für die Personalarbeit

Best-Practice-Beispiel zum „Innovationsschub Krise“ stehen ab sofort auf der Homepage

Die Corona-Krise als Chance für Veränderungen in der Unternehmenskultur, der Personaleinsatzplanung oder der Weiterbildung: Wie das gelingen kann, zeigt die Initiative #einfach machen. 20 Unternehmen aus den Kreisen Coesfeld und Borken haben die Wirtschaftsförderungen der Kreise Coesfeld und Borken, die Agentur für Arbeit Coesfeld und die Regionalagentur Münsterland am Mittwochnachmittag für ihre neuen Ideen in der Personalarbeit ausgezeichnet. Ideen, die beispielhaft sind und Anregung für andere sein sollen, eigene Konzepte zu entwickeln.

Münsterland-Picknick-Kisten als Wertschätzung

Da die Veranstaltung zu dieser, nunmehr dritten Runde, von #einfach machen nur digital stattfinden konnte, erhielten die Unternehmen im Vorfeld eine Münsterland-Picknick-Kiste mit regionalen Lebensmitteln, den einfach-machen-Pokal und eine Urkunde, die sie während der Online-Veranstaltung feierlich aus einem Umschlag zogen. „So konnten wir den Unternehmen wenigstens etwas von der Wertschätzung zurückgeben, die sie in diesen herausfordernden Zeiten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ganz besonderem Maße entgegengebracht haben“, erklärt wfc-Projektleiterin Dr. Kirsten Tacke-Klaus.

Wertschätzung für die Unternehmen und ihr Engagement zeigten die Initiatoren mit Münsterland-Picknick-Kisten, Urkunde und Pokal. Foto: Münsterland e.V.

Welche Ideen die Unternehmen unter der Überschrift „Innovationsschub Krise“ genau umgesetzt haben, ist ab sofort auf der Homepage der Initiative #einfach machen nachzulesen. „Dort sind auch die Beispiele der ersten beiden Runden gesammelt, die vielfach ebenfalls Anregungen für aktuelle Herausforderungen geben“, so Tacke-Klaus. 

Individuell passende Lernmöglichkeiten

In der nun abgeschlossenen dritten Runde stellt unter anderem die Agentur für Arbeit Coesfeld ihr neues Weiterbildungskonzept vor, das mit verschiedenen Funktionsräumen ein digital vernetztes und auf die unterschiedlichen Lerntypen bezogenes Lernen ermöglicht. Die Hupfer Metallwerke zeigen ihren Ansatz einer nahezu kontaktlosen Mitarbeiterverpflegung.

Kontaktreduzierung, aber vor allem die Verringerung von Laufwegen, Wartezeiten und monotonen Arbeiten stand bei der Entwicklung der Software für ein neues Computerterminal in der Schweißerei des WECON-Werks in Altenberge im Fokus. Zeichnungen und 3D-Modelle können dank des Tools direkt vor Ort aufgerufen und mögliche Fragen geklärt werden. Sämtliche Betriebsdaten werden nun digital im System erfasst. „So kann beispielsweise nachvollzogen werden, welches Bauteil von welchem Mitarbeiter bearbeitet wurde – bisher war das lästiger Schreibkram, heute ist es ein Scan am Terminal“, erklärt IT Project Manager Jonathan Robers, das Tool gemeinsam mit den Produktionsmitarbeitern entwickelt hat.

Arbeit selbst einteilen

Wissen, was der andere macht – und wann er es macht: Das ist auch für den Lüdinghauser Malerbetrieb Krusen sehr wichtig. Deshalb hat Geschäftsführer Fabian Krusen mit einem Dienstleister aus Münster ein Tool zur Auftragsbearbeitung entwickelt, das mit der Personaleinsatzplanung verknüpft ist. „Wir haben nach Möglichkeiten gesucht, gute Mitarbeiter zu binden und zu gewinnen, ihre Zufriedenheit und ihre Identifikation mit dem Betrieb zu erhöhen“, erklärt Krusen. „Die internen Abstimmungen durch eine digitale Auftragsbearbeitung zu verbessern, sahen wir als passendes Angebot.“ Dank des neuen Tools sei vollständig mobiles Arbeiten möglich und jeder, der am Auftrag beteiligt sei, könne sehen wer was bis wann und wo erledige und sich seine Arbeit so einteilen, wie es am besten passe.

Die ausgezeichneten Unternehmen aus dem Kreis Coesfeld:

Agentur für Arbeit Coesfeld, CHRISTOPHORUS Gruppe, GEODIS CL Germany GmbH, Hupfer Metallwerke GmbH & Co. KG, Krusen GmbH & Co. KG, H. Rademann GmbH, Reisebüro Schlagheck, Stadt Dülmen, Th. Niehues, WECON GmbH

www.personalarbeit-einfachmachen.de

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