Innovationskraft und Krisenfestigkeit von KMU stärken
Förderprojekt TOR@Münsterland fördert technologische und operative Resilienz
Mit dem Ziel, die Innovationskraft und Krisenfestigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen im Münsterland nachhaltig zu stärken, ist das Projekt „TOR@Münsterland“ (TOR) am 1. Juni 2026 gestartet. TOR steht für Technologische und Operative Resilienz.
Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, technologische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und gezielt für ihre eigene Zukunft zu nutzen.
Warum ist technologische und operative Resilienz für kleine und mittlere Unternehmen im Münsterland wichtig?
Geopolitische Risiken, Konflikte und Kriege weltweit haben einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft. Sie üben Druck auf die weltweiten Lieferketten und die Energie- und Versorgungssicherheit aus und erhöhen so die Risiken und Unsicherheiten für die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Gleichzeitig werden bestehende Geschäftsmodelle durch immer neue und schnellere Fortschritte, besonders im Bereich Künstlicher Intelligenz, herausgefordert.
Beides betrifft auch kleine und mittlere Unternehmen im Münsterland unmittelbar. Besonders im produzierenden Gewerbe kann technische und operative Resilienz das unternehmerische Risiken reduzieren und die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit stärken.
Wie kann das Projekt „TOR@Münsterland“ die Unternehmen dabei unterstützen?
Entwicklung digitaler Tools
Ein Self-Assessment-Tool ermöglicht Unternehmen eine datenbasierte Analyse ihres Resilienzstatus. Eine KI-basierte Technologie-Scouting-Software unterstützt KMUs, zukunftsrelevante technologische Trends frühzeitig zu erkennen. Ziel ist es, dass Unternehmen eigene Herausforderungen systematisch erkennen und gleichzeitig auch bei hoher technologischer Dynamik den Überblick behalten.
Resilience Leadership Programm
Führungskräfte werden dabei unterstützt, resilienzfördernde Maßnahmen zu implementieren und strategische Entscheidungen zur Krisenbewältigung zu treffen. Ergänzt durch Workshops, Webinare und Resilienz-Cluster fördert „TOR@Münsterland“ den Austausch zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Wirtschaftsförderungseinrichtungen. Den Unternehmen werden zudem Leitfäden und Handlungsempfehlungen zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, für die Unternehmen praktische Maßnahmen zur Stärkung der eigenen Resilienz zu entwickeln.
Wie können sich KMU im Münsterland am Projekt beteiligen?
In einem ersten Schritt möchten wir mit einer Auswahl von KMU Interviews führen. Über die daran anschließende Auswertung und Analyse erhalten sie Möglichkeit, ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen, Lieferkettenstörungen und technologischen Veränderungen zu reflektieren sowie Potenziale zur Stärkung ihrer Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu identifizieren. Die Erkenntnisse aus den Gesprächen fließen zudem in den Aufbau des digitalen Self-Assessment-Tools ein.
Welche Partner arbeiten bei „TOR@Münsterland“ zusammen?
Das Projekt TOR@Münsterland wird aus dem EFRE/JTF-Programm NRW, das von der Europäischen Union kofinanziert wird, gefördert. Partner sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise Coesfeld, Borken, Steinfurt und Warendorf, die FH Münster, der Digital Hub münsterLAND, die IHK Nord Westfalen, die Technologieförderung Münster GmbH und der Münsterland e.V. als Lead-Partner.

Das Beitragsbild wurde mit Hilfe von KI erstellt.